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Immobilienmarkt Mallorca 2020: Die Preise rutschen ab

Die Immobilienverkäufe sind im vergangenen Jahr 2019 auf den Balearen (Mallorca und die anderen Inseln) um fast 11%, auf den Kanarischen Inseln sogar um um 14% eingebrochen, so die neuesten Daten des Spanischen Instituts für Statistik (INE). Das machte sich bei den Preisen bemerkbar: Laut einer Marktstudie des „Center for Real Estate Studies“ (CRES) sind die Angebotspreise in Palma Umland (z.B. Playa de Palma) um 18 Prozent, in Mallorca Süd (z.B. Llucmajor) um 14 Prozent gefallen. In anderen Regionen sanken sie leicht oder blieben stabil.

Da wundert sich das "Manager-Magazin": Die Immobilienpreise Mallorca sind gesunken.

Da wundert sich das „Manager-Magazin“: Die Immobilienpreise Mallorca sind gesunken.

Der Präsident des Verbandes der Immobilienmakler, Luis Martín, und Natalia Bueno vom Verband der Immobilienmakler sagen, dass der Mangel an Ersparten der Hauptgrund für den Einbruch der Verkäufe ist. Beide sagen voraus, dass sich der Abwärtstrend im Jahr 2020 fortsetzen wird. Somit dürfte der Preisrückgang weitergehen.

Im vergangenen Jahr wurden 13.951 Immobilien auf Mallorca und Co. gekauft, 10,9% weniger als 2018, als 15.665 verkauft wurden. 11.389 davon waren Gebrauchtimmobilien, was einem Rückgang von 12,1% gegenüber 2018 entspricht. Die Zahl der Neubauten ging um 5,1% von 2.701 im Jahr 2018 auf 2.562 im Jahr 2019 zurück.

35 Prozent der Immobilien gehen an Ausländer

Ausländer kaufen auf den Balearen nach wie vor in großem Umfang. Laut den Registergerichten wurden 35% aller 2019 verkauften Immobilien von internationalen Käufern erworben. Diese Nachfrage ist weiter intakt, vor allem die spanische Nachfrage ist zurückgegangen. Die Spanier haben zu wenig Erspartes.

Die Banken gewähren in der Regel Hypotheken von bis zu 80 % des Wertes einer Immobilie, aber die Käufer müssen immer noch die verbleibenden 20 % plus Kaufnebenkosten (Steuern etc.) von etwa 10% zahlen. Für den  Kauf einer Wohnung auf Mallorca im Wert von 200.000 Euro müssten also 60.000 Euro zur Verfügung stehen.

Prognose: Abwärtstrend wird fortsetzen

Die Zahlen des INE zeigen, dass in den ersten 11 Monaten des Jahres 2019 9.443 Hypotheken gewährt wurden, was einem Rückgang von 4,7% gegenüber 2018 entspricht, und die Daten besagen, dass die Gesamtkreditsumme ebenfalls um 5,3% von 1.707 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 1.616 Millionen Euro im vergangenen Jahr gesunken ist.

Update: 19.02.2020:

Engel & Völkers  berichtet von einem Gesamtumsatz von 470 Millionen Euro, nach einem bereits im Vorjahr erheblich geschrumpften Gesamtumsatz von 490 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 4 Prozent. Engel & Völkers ist seit 30 Jahren auf Mallorca tätig und verfügt über einen Marktanteil von etwa 30 Prozent am Immobiliengeschäft mit ausländischen Kunden. Deutsche Käufer (60 Prozent) sind dabei die wichtigstens, gefolgt von Klientel aus Spanien (12 Prozent), Großbritannien (10 Prozent), Schweiz (5 Prozent) und Skandinavien (4 Prozent).


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