Mallorca zeichnet sich durch ein mediterranes Klima aus, das aufgrund regionaler Unterschiede als gemäßigt bis subtropisch beschrieben werden kann. Das Wetter der Insel ist durch rund 300 Sonnentage im Jahr geprägt. Die Sommer sind heiß, während die Winter recht mild sind.

Die Insel gliedert sich in sechs Landschaftszonen (comarques), deren jeweiliges Klima stark durch die topografischen Haupteinheiten – die Serra de Tramuntana im Nordwesten, die Serres de Llevant im Osten und die zentrale Ebene (Pla de Mallorca) – beeinflusst wird.

1. Regionale Klimazonen und deren Merkmale

Nordwesten: Serra de Tramuntana

Die Serra de Tramuntana ist der dominierende Gebirgszug Mallorcas.

  • Geografischer Einfluss: Die Gebirgskette, benannt nach den kalten Nord- und Westwinden Tramuntana, bildet eine klimatische Wetterscheide für die gesamte Insel.
  • Niederschlag und Temperatur: Diese Region ist aufgrund des Steigungsregens durch häufigere und stärkere Niederschläge gekennzeichnet als alle anderen Gebiete. Das Klima ist hier deutlich rauer, feuchter und kühler, besonders in der Nähe der Berge.
  • Winter: Im Winter liegen die Tagestemperaturen meist zwischen 11 und 17 Grad. In den Bergen ist Schneefall möglich, typischerweise zwei- bis dreimal pro Jahr, etwa am Kloster Lluc.
  • Sommer: Im Sommer ist das Klima dank der frischen Winde sehr angenehm, da die Hitze deutlich abgeschwächt wird.

Zentrale Übergangszone: Raiguer

Der Raiguer liegt am Südostabhang der Serra de Tramuntana und dient als Übergangszone zur Zentralebene.

  • Besonderheiten: Geografisch zeichnet sich die Region durch reichlich Wasser aus.

Inselmitte: Pla de Mallorca (Es Plà)

Dies ist die zentrale Ebene Mallorcas.

  • Klimatischer Schutz und Nutzung: Es Plà gilt als Kornkammer Mallorcas. Klimatisch profitiert die Region vom Schutz der nordwestlichen Berge vor winterlichen Nordwinden, was dort bis zu vier Ernten im Jahr ermöglicht.
  • Sommerhitze: Im Sommer ist das Inselinnere oft die heißeste Gegend Mallorcas, da die Winde der Küstenregionen deutlich abgeschwächt im Inland ankommen.

Osten: Llevant

Llevant (Osten) umfasst die östliche und nordöstliche Region.

  • Geografischer Einfluss: Der hier verlaufende Gebirgszug der Serres de Llevant ist wesentlich niedriger und weniger geschlossen als die Serra de Tramuntana.
  • Niederschlag und Badewetter: Die Ostküste bekommt spürbar weniger Niederschläge ab. Das Klima ist deutlich milder. Die vielen kleinen, geschützten Buchten begünstigen unbeschwerte Badefreuden auch in den Übergangszeiten (Frühjahr und Herbst).

Süden: Migjorn und Südwesten (inkl. Palma)

Migjorn ist die südlichste Landschaftszone. Die Region Palma liegt im Südwesten an der großen Bucht von Palma.

  • Sonnenreichtum: Der Süden und der Südwesten (inklusive Palma) gehören zu den sonnenreichsten Regionen Mallorcas.
  • Winde: Häufige Südwinde mit warmer Sahara-Brise können Wolkenfelder vertreiben, die in anderen Zonen zu Regenfällen führen könnten.

Wetter Monat für Monat für Region Palma / Playa de Palma)

Die folgenden Werte basieren auf den Klimatabellen und Durchschnittswerten der Station Palma de Mallorca. Die Playa de Palma liegt in dieser Region.

Monat Max. Tagestemperatur (Durchschnitt) Max. Wassertemperatur (Durchschnitt) Niederschlag (mm) Regentage (Durchschnitt) Sonnenstunden pro Tag (Durchschnitt)
Januar 15 °C  14 °C 36 5 5,4
Februar 16 °C  13 °C 32 5 6,0
März 17 °C  14 °C 28 5 6,5
April 19 °C  15 °C 34 5 7,6
Mai 23 °C  17 °C 27 4 9,1
Juni 27 °C  21 °C 16 2 10,2
Juli 31 °C  24 °C 7 1 10,9 
August 31 °C  25 °C 16 2 10,1
September 28 °C  24 °C 48 4 7,5
Oktober 23 °C  21 °C 68 6 6,6
November 19 °C  18 °C 48 6 5,6
Dezember 16 °C  15 °C 46 6 5,0

Detaillierte Betrachtung der Jahreszeiten für Palma

Frühjahr (März bis Mai)

Das Frühjahr ist ideal für Wanderer und Aktivurlauber. Die Landschaft zeigt sich nun landschaftlich am eindrucksvollsten.

  • März: Die Tagestemperaturen steigen auf etwa 17 °C. Um Mitte März folgt die Pfirsichblüte, und die Orangenbäume stehen in voller Pracht.
  • Mai: Der Mai gilt als gute Reisezeit. Die Wassertemperaturen erreichen mindestens 17 °C. Die Badesaison beginnt in der Regel gegen Ende Mai, wobei das Wasser dann etwa 20 °C erreicht. An warmen Tagen kann das Thermometer bei fast 10 Sonnenstunden auf bis zu 27 °C im Schatten klettern.

Sommer (Juni bis September)

Die Zeit von Juni bis September gilt als die beste Reisezeit für Strandurlauber auf Mallorca.

  • Klima: Die Tage sind lang, sehr sonnig und warm. Regen ist im Sommer eine absolute Ausnahme. Selbst im Hochsommer wird es durch eine angenehme Brise selten zu heiß.
  • Juli und August: Der Juli ist mit durchschnittlich 10,9 Stunden Sonnenschein pro Tag der sonnigste Monat und mit nur 7 mm Niederschlag der trockenste. Der August ist mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen von 31 °C der wärmste Monat. Die maximale Wassertemperatur von 25 °C wird ebenfalls im August erreicht.
  • Baden: Die Wassertemperatur liegt in den Monaten Juni, Juli, August, September und Oktober bei mindestens 21 °C, was sie ideal für einen Badeurlaub macht.
  • Spätsommer: Ab Ende August sind kurze, starke Regenfälle in Begleitung von Sturm und Gewitter möglich.

Herbst (Oktober bis November)

Auch der Herbst ist bei Aktivurlaubern beliebt.

  • Oktober: Gilt noch als gute Reisezeit und kann in warmen Jahren noch fantastische Wetterbedingungen mit Tagestemperaturen zwischen 24 °C und 28 °C bringen. Allerdings ist ab der Monatsmitte mit vermehrten Schauern zu rechnen. Der Oktober ist statistisch der niederschlagsreichste Monat des Jahres mit 68 mm Niederschlag und 6 Regentagen. Baden ist jedoch bis Oktober aufgrund der Wassertemperatur von 21 °C noch gut möglich.
  • November: Die Wassertemperatur fällt auf 18 °C.

Winter (Dezember bis Februar)

Der Winter ist deutlich wärmer als auf dem spanischen Festland. In der Regel liegen die Tagestemperaturen zwischen 11 und 17 Grad.

  • Temperaturen: Im Durchschnitt sind Tagestemperaturen von 15 bis 16 °C zu erwarten. Die kälteste Nachttemperatur liegt im Januar bei durchschnittlich 4 °C.
  • Niederschlag und Sonne: Im Winter ist an 5 bis 6 Regentagen pro Monat mit leichten, gelegentlichen Schauern zu rechnen. Die Sonne scheint durchschnittlich täglich zwischen 5 und 6 Stunden.
  • Besondere Phänomene: Zwischen Ende Dezember und Januar sind windstille, milde Wetterlagen (calmes), die als „kleiner Sommer“ bezeichnet werden, häufig. In der zweiten Januarhälfte ist die berühmte Mandelblüte zu sehen. Die Wassertemperaturen liegen im Winter zwischen 13 und 15 °C und sind kaum zum Baden geeignet. Schneefall ist in den Monaten Januar, Februar und März in den Bergen möglich.