Immobilien Playa de Palma

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Immobilien Playa de Palma

Ratgeber Immobilien Playa de Palma

Immobilien Playa de Palma

Von ANDREAS KUNZE, Palma de Mallorca Als Finanzexperte bekannt aus:

28/5/2020 ▷ Die Playa de Palma (Katalan: Platja de Palma) ist seit Jahrzehnten der Magnet für deutsche Touristen auf Mallorca – allerdings nicht gerade mit bestem Ruf. Doch es tut sich viel, Immobilien an der Playa der Palma werden immer begehrter – sogar der eher für Luxusimmobilien bekannte Immobilienmakler Engel & Völkers hat dort ein Büro eröffnet. Wird die Partymeile vielleicht ein neues Portixol, das vor 15 Jahren noch eine trostlose Ecke war?

Aber erstmal: Wo und was ist eigentlich genau Playa de Palma?

Die Einheimischen verstehen darunter den sechs Kilometer langen Strandabschnitt zwischen Can Pastilla (s. auch Immobilien Can Pastilla ) und El Arenal, mit dem Hafen (Marina) in Can Pastilla und dem Hafen El Arenal sozusagen als Begrenzungspunkten. Dazwischen liegen die Hotelquartiere Sometimes, Las Maravillas und Ses Cadenes. Der größere Teil der Playa de Palma befindet sich auf dem Stadtgebiet von Palma de Mallorca, der kleinere Teile auf dem Stadtgebiet von Llucmajor und damit in einer anderen Gemeinde.

Für Käufer von Immobilien an der Playa de Palma ist das durchaus von Bedeutung, da die laufende Grunderwerbssteuer von Gemeinde zu Gemeinde verschieden ist. Die Trennlinie zwischen Playa de Palma und Teil, der eigentlich Playa de Llucmajor heißen müsste, ist der ausgetrocknete Fluss (Torrente), der nach der Strandbude Balenario 1 kommt. Alle Balenarios (1 bis 15) liegen somit auf dem Stadtgebiet von Palma de Mallorca, El Arenal (Katalan: S‘ Arenal), für viele Deutsche Inbegriff von Playa de Palma, ist bereits Llucmajor.

Leben und Immobilien an der Playa de Palma

Die Bebaubung an der Playa de Palma ist geprägt von Hotels. Es sind etwa 250 mit 50.000 Betten, vom 1-Sterne-Hotel bis zum 5-Sterne-Hotel. Besonders von Can Pastilla bis Balenario 4 sind nur wenige Wohngebäude in der ersten Linie zu finden. Ab Balenario 4 werden es deutlich mehr. Zumeist handelt es sich um Mehrfamilienhäuser mit Balkonen und Terrassen zur Meerseite, die zugleich einen Blick auf die Bucht von Palma de Mallorca bieten.

Da es sich zudem um Süd-West-Ausrichtung handelt und somit die Sonne von mittags bis abends die Bewohner verwöhnt, kann man von einer Toplage sprechen – sofern der Tourismus nicht als störend empfunden wird.
Hinter der 1. Meeresline geht die Bebauung etwa 400 Meter ins Innere. Neben Mehrfamilienhäusern sind hier auch vereinzelt Einfamilienhäuser, ja sogar Villen zu finden. In El Arenal gibt es mehrere Hochhäuser. Die Gegend ist teilweise runtergekommen, wer in einer der oberen Etagen eine Wohnung zur Meerseite hat, kann sich aber zu einen Traumblick freuen.

Die Entwicklung der Playa de Palma als Immobilienstandort

Seit etwa 2015 ist ein Wandel zu einer zu einer gehobenen Feriengegend zu sehen. Zahlreiche Hotels wurden vollsaniert oder neu gebaut. 2020 gibt es hier sechs Hotels der Fünf-Sterne-Kategorie, wie die mallorquinische Tourismusstiftung Fundació Turisme gezählt hat. 58 Hotels erreichen immerhin vier Sterne.  Einige dieser neuen Luxushotels haben Atem beraubende Dachterrassen mit Blick aufs Meer und die Buch von Palma; sie stehen auch nicht Hotel-Gästen offen, die dort einfach mal bei einem Cocktail einen schönen Abend verbringen wollen.

Zum Vergleich. 2012: Damals gab es an der Playa de Palma nicht ein einziges Fünf-Sterne-Hotel, gerade mal 24 Hotels wiesen vier Sterne auf.  Mit dem Wandel der Hotels ist ein Wandel des touristischen Angebots zu sehen. Es haben sich eine Vielzahl gehobener Cafes, Restaurants und Modegeschäfte dazugesellt. Das Publikum ist anspruchsvoller. Eine Initiative namens „Palma Beach“ tut einiges, um die Qualität weiter zu steigern-

Das jugendliche Partyvolk ist aber ebenfalls noch reichlich vertreten, rund um Megapark und Bierkönig geht es weiter ruppig rund. Andererseits: In Düsseldorf liegen die schicke Königsallee und das Partyzentrum Altstadt ebenfalls dicht beieinander, ohne sich wirklich gegenseitig zu stören.

Für die Playa de Palma als Immobilienstandort sprechen auch noch andere Gründe:

  • Die Nähe zur Inselhauptstadt sowie zum Flughafen mit sehr guten Auto- und Busverbindungen. Ledig-
    lich direkt in Can Pastilla muss man mit Fluglärm leben können.
  • Da an der Playa  viele Einheimische wohnen (etwa 100.000) und im Winter zumindest einige
    Hotels geöffnet sind, ist die Gegend ganzjährig „lebendig“. Die Infrastruktur ist auf ganzjährige Auf-
    enthalte ausgerichtet, vom Fitness-Studio bis zur Tanzschule ist alles da.
  • Die Kauf-Preise sind teils noch günstig, den Quadratmeter Wohnfläche gibt es noch ab 2.000 Euro.
  • Eine Immobilie als Kapitalanlage ist gut vermietbar. Entweder an deutsche Langzeitmieter, die an der Playa ganzjährig arbeiten und leben oder an Saison-Mieter, die für etwa ein halbes Jahr als Arbeitskräfte an die Playa kommen. Viele davon verdienen sehr gut und zahlen für sechs Monate das, was andere im ganzen Jahr bezahlen würden.
  • Die Playa de Palma ist an die Erdgasversorgung bereits angeschlossen, sodass der Einbau einer Gasheizung möglich ist. Wer mal einen Winter auf Mallorca verbracht hat, weiß das zu schätzen.

Allerdings sollte man zu Immobilien an der Playa de Palma auch Folgendes realistisch sehen:

  • Bestimmte Abschnitte der Playa de Palma, insbesondere die Hochhausschluchten von El Arenal, müssten kernsaniert werden, um zeitgemäßen Wohnbedürfnissen gerecht werden. Dass die dort zumeist privaten Eigentümer mitziehen und große Investitionen tätigen, so wie es die Hoteliers getan haben, ist wenig wahrscheinlich.
  •  Das Publikum dürfte sich in den nächsten Jahre mit den niveauvolleren Hotels weiter ändern, denn Azubis und Studenten gehen selten in Fünf-Sterne-Hotels. Allerdings: Ballermann wird Ballermann bleiben – dass im Megapark jemals zur gediegenden Jazzmatinee geladen wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Der Tourismus an der Playa de Palma wird auf lange Zeit Massentourismus bleiben.

Mein Fazit zu Immobilien Playa de Palma

Die Playa hat hohes Wertsteigerungspotenzial für Immobilienkäufer und ist für Selbstnutzer interessant, die auch außerhalb der Hochsaison Leben um sich herum haben wollen. Wer nicht nur zur Kapitalanlage eine Immobilie erwerben möchte, sondern auch zur Eigennutzung, sollte aber auch in 10 oder 15 Jahren keine spanische Côte d’Azur erwarten.

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Was für großartiger Strand: Die Playa de Palma von oben betrachtet. Wie es sich da unten wohnen lässt, lesen Sie hier.

Das sagen Immobilienmakler

Terence Panton, Lizenzpartner von Engel & Völkers an der Playa de Palma: „Das Niveau steigt beständig, und eine solche Vielfalt von Immobilien direkt am Strand mit fantastischem Meerblick, zugleich nahe zum Zentrum, gibt es sonst nirgendwo auf Mallorca.“ Die Gegend könne sich „mittelfristig“ in eine Art „Miami Beach oder Cannes“ verwandeln.  Das Potenzial liege im „angehenden Prozess der Entwicklung“.

Ulrike Eschenbecher, Sprecherin von Porta Mallorquina: „Die Playa ist bei uns schon länger ein Standort, an dem wir gerade bei deutschen Familien gute Verkaufserfolge erzielen. Die Qualitätsverbesserung ist offenkundig und wird auch von der Kundschaft erkannt. Reizvoll ist besonders der lange Strand mit Blick auf die Bucht sowie Wohnungen mit großen Terrassen, die nach einer gründlichen Sanierung viel Freude machen.“

(Aus Mallorca Zeitung 18. Mai 2017)